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20. Vorsicht giftig!

Dieser Bericht wurde freundlicherweise von Dackel Gismos Frauchen Nathalie zur Verfügung gestellt!



Giftig oder nicht?
 
 
Giftige Lebensmittel & Pflanzen
Kurz nicht aufgepasst, schon hat Wauzi etwas gefressen, das ihm nicht bekommt, oder Sie geben Ihrem Hund unwissentlich etwas,
was für uns Menschen völlig unbedenklich sind, jedoch dem Stoffwechsel von Hunden schwer zusetzt. Auch Pflanzen im Garten
können grosse Gefahren bergen, vor allem junge Hunde probieren diese gerne (Eve hat die Iris “probiert”, Gismo konnte ich kaum von der Yucca fernhalten). Auch gibt es falsche Annahmen bzgl. der Wirkung von Lebensmitteln wie z.B. Knoblauch.

Schokolade
Schokolade enthält Theobromin.
Dieser Stoff befindet sich vor allem in dunkler Bitterschokolade.
Je höher der Kakaoanteil in der Schokolade, umso mehr Theobromin enthält sie. Der Stoff kann im Hundekörper nich abgebaut werden,
zweieinhalb Tafeln schwarzer Schokolade können laut Tierarzt Dr. Wendlberger einen ausgewachsenen Hund mit 40 Kilogramm
Körpergewicht töten. Symptome einer Theobromin-Vergiftung:
Unruhe, starker Harndrang und Muskelkrämpfe, die im schlimmsten
Fall zu Herzversagen führen können.

Weintrauben und Rosinen
Wer denkt bei diesen Früchten an böses? Es reichen pro Kilogramm Körpergewicht 3 grosse Weintrauben oder eine Handvoll Rosinen, um beim Hund akutes Nierenversagen auszulösen. Es ist zum heutigen Zeitpunkt nicht klar, welcher Wirkstoff das Nierenversagen auslöst, ob
auch nur bestimmte Rassen davon betroffen sind und ob es auch bei regelmäßigem Verzehr kleiner Mengen zu Vergiftungen kommen kann. (vermutlich sind es die Kerne)
Es wird jedenfalls von professionneller Seite davor gewarnt, Hunden Weintrauben zu geben.

Nachtschattengewächse
Zu den Nachtschattengewächsen gehören über 90 Pflanzengattungen.
Darunter sind viele gängige Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln. Nachtschattengewächse enthalten das für Hunde giftige Solanin und sollten deshalb nicht verfüttert werden.
Das Solanin befindet sich vor allem in den grünen Teilen des Gemüses und in unreifen Früchten. Mögliche Symptome einer Vergiftung: Übelkeit, Durchfall und Niedergeschlagenheit.

Avocados, Obstkerne und Macadamianüsse
Eine Avocado-Sorte enthält Persin, diese Sorte ist allerdings schwer zu identifizieren, daher sollten Avocados nie verfüttert werden. Persin führt zu schweren Atembeschwerden und Herzmuskelschäden. Vorsicht auch bei Obstkernen, die zerkaut und zerbissen - auch für Menschen - gefährliche Blausäure (Cyanwasserstoff) freisetzen. Auch Macadamianüsse enthalten Blausäure.

Kohl und Hülsenfrüchte
Blumenkohl, Grünkohl, Brokkoli, Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi, Rot- und Weißkohl können schmerzhafte Blähungen hervorrufen.
Sie sind zwar nicht giftig, haben jedoch unnangenehme Nebenwirkungen –
Chinakohl verursacht hingegen keine Blähungen. Einige Hunde vertragen
alle Kohlsorten gut. Eventuell anfangs mit kleinen Mengen ausprobieren,
wie der Hund die Sorte verträgt, Ihre Nase wird es schnell zeigen. Kohl nicht
roh geben. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen gehören nicht in
den Hundenapf. Sie verursachen Blähungen. Bohnen enthalten zudem den Giftstoff Phasin, der zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann.

Zwiebeln und Knoblauch
Das Zwiebeln für Hunde Tabu sind, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Allerdings hat sich das bei Knoblauch leider nicht.
Es wird sogar mit Knoblauch im Hundefutter geworben, denn es wird diese Zwiebelgewächs eine “Wurmkiller” Wirkung angedichtet. Einige Hersteller verkaufen Knoblauchpillen für Hunde! Dabei fanden Wissenschaftler heraus, dass Zwiebeln und Knoblauch bei Hunden zu Brechdurchfall und Anämien führen können, also zum Zerfall der roten
Blutkörperchen. Verursacher ist die in den Zwiebelgewächsen enthaltene Schwefelverbindung N-Propyldisulfid. Aus eigener Erfahrung kann ich hundertprozentig bestätigen, dass Knoblauch eine direkte, starke Wirkung auf die Blutzusammensetzung beim Menschen hat. Die leckeren Zehen hemmen die Gerinnung. In jedem Fall sind Knoblauchprodukte vom Hund fernzuhalten.

Gewürze
Der Magen-Darm-Trakt des Hundes ist nicht auf scharfe Speisen ausgerichtet. Eigentlich dürften Hundehalter nicht einmal auf den
Gedanken kommen, ihrem Hund stark gewürzte Gerichte wie scharfes thailändisches oder chinesisches Essen mit viel Pfeffer
zu geben. Ein wenig Salz im Essen ab und an ist hingegen positiv.

Milchprodukte
Milchprodukte sollte nicht in grossen Mengen verfüttert werden, sie enthalten Lactose, die für Hunde schwer verdaulich ist. Es kann
zu Verdauungsschwierigkeiten und bei extremer Unverträglichkeit auch zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüsekommen.
Ausnahmen sind Hart-, Schnitt- und Weichkäse – diese Sorten sind laktosefrei bzw. enthalten nur noch geringe Mengendavon. Von Schimmelkäse ist abzuraten, er kann zu Durchfall führen.

Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch (auch Wildschweinfleisch) kann Träger des
für Menschen ungefährlichen, für Hunde aber in der Regel tödlichen Aujeszky-Virus sein. "Die Krankheit geht mit hohem Fieber einher, führt zu einem hochgradigen Juckreiz und die Tiere sterben innerhalb von wenigen Tagen“, sagt Tierarzt Wendlberger. Dem verseuchten Fleisch ist rein gar nichts anzusehen. Eine einfache Methode, das
Virus unschädlich zu machen, ist das Schweinefleisch zum Beispiel durch Braten auf über 55 Grad zu erhitzen. Um ganz sicher zu gehen, verbannen wir lieberSchweinefleisch von der hündischen Speisekarte, das betrifft auch getrocknete Ware (Schweineohren oder Nasen), diese kann auch noch den gefährlichen Virus tragen.

Giftige Pflanzen
Vergiftungen durch Pflanzen sind eher die Ausnahme, können vereinzelt aber vorkommen. Giftige Pflanzen, die in der Natur wachsen, sind zum Beispiel Goldregen, Fingerhut und Maiglöckchen. Bei letzteren ist
„sogar das Wasser giftig, wenn sie in einer Vase standen und der Hund daraus trinkt“, erklärt Wendlberger. Tödlich sind Maiglöckchen jedoch zum Glück nicht. „Philodendron oder Eibe können zu Verätzungen der Mundschleimhaut führen“, fährt der Tierarzt fort. Auch verschiedene
Zimmerpflanzen wie Primeln, Fikus oder Topfazaleen sind für den Hund giftig. Wendlberger sieht jedoch bei aller Vorsicht keinen Grund zu großer Sorge: „Der Vergiftungsverdacht wird zwar oftmals von
Besitzern geäußert, kommt aber selten vor.“

Allgemeine Vergiftungssymptome durch Pflanzen können geweitete Pupillen, Herzrasen und Blut im
Urin sein. Krämpfe und Schluckbeschwerden gehören ebenfalls zu
den klassischen Symptomen einer Vergiftung. All das sind Ver-
änderungen, auf die Besitzer achten sollten und die relativ einfach zu erkennen sind. Bei einem Verdacht auf Herzrasen empfiehlt Wendlberger, einfach mal die Hand auf den Brustkasten zu legen. Ruht der Hundfriedlich
auf seinem Platz, sollte sein Herz nichtpochen wie nach dem Toben mit dem Nachbarshund. Nimmt der Hund Futter auf und lässt es anschließend sofort wieder herausfallen, deutet dies auch darauf hin, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist. Zeigt Ihr Hund die genannten Auffälligkeiten oder sollten
Sie aus anderen Gründen den Verdacht auf eine Vergiftung Ihres Hundes hegen, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

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2 KLICKs für Benni
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